„Hängende Spitze“ im Luv the shop

„Wir kennen uns aus dem Kindergarten“, antwortet Karin Polak auf die Frage, wo sie und ihre Geschäftspartnerin Leena Grosse sich kennengelernt haben. Gemeinsam führen sie seit 2014 das Modegeschäft Luv the shop in der Taborstraße. Wer jedoch glaubt, dass hier jahrzehntelange Freundinnen gemeinsam Business machen, der irrt. Denn es waren die Kinder von Leena und Karin, über die sich die beiden Mode-Ladies vor wenigen Jahren im gemeinsamen Kindergarten kennengelernt haben.

Dass beide eines Tages etwas gemeinsam auf die Beine stellen würden, war nach einigen Treffen klar. „Wir haben dieselben Vorstellungen von Mode, Ästhetik und Design und es hat bei uns einfach generell gepasst“, erzählt Leena. Dass es letztlich ein Standort in der Taborstraße wurde, war einem Zufall zu verdanken. „Ich bin hier eines Tages vorbeigegangen und habe das Wir schließen-Schild in der Tür gesehen. Ich hatte nicht ernsthaft damit gerechnet, dass wir das Geschäftslokal tatsächlich bekommen würden, denn bei solchen Sachen spielt sich ja immer viel hinter den Kulissen ab“, erzählt Karin. Doch sie hatten Glück, das Ladenlokal war tatsächlich zu haben und dann ging alles relativ schnell. Beide steckten enorm viel Energie und Herz in die Umbauarbeiten und innerhalb eines halben Jahres verwandelte sich die ehemalige Messerschleiferei zum angesagtesten Leopoldstädter Modetempel. Die Findung des Namens für das Modegeschäft erfolgte per Ausschlussverfahren. „Wir wollten nicht unsere Namen und auch keine Abkürzungen verwenden“, erzählt Karin. Die beiden haben sich daher für einen skandinavisch angehauchten Phantasienamen entschieden. „Für mich bedeutet luv luftig, frei und fröhlich“, sagt Karin.

Ähnlich luftig und frei ist auch die Mode, die in der Taborstraße 24 (und mittlerweile auch an einem zweiten Standort in der Gumpendorfer Straße) zu haben ist. „Am Anfang wollten wir eigentlich einen modernen Hippie-Boho-Chic nach Wien bringen, den haben wir damals hier vermisst. Danach sind wir immer mehr in die skandinavische Richtung gegangen“, erzählt Leena. Die Transformation erfolgte parallel zur Entwicklung ihres eigenen Styles, denn der persönliche Geschmack spielt bei der Gestaltung des Sortiments natürlich eine gewichtige Rolle. „Wir probieren die Stücke selbst an, bevor wir etwas aufnehmen“, erzählt Leena. „Dadurch können wir es auch mit wesentlich mehr Glaubwürdigkeit und Herz verkaufen, denn man kann die eigenen Erfahrungswerte an die Kunden weitergeben.“ Dem lässigen Style ist man im Luv trotz Weiterentwicklung des Sortiments bis heute treu geblieben, Anklänge des Hippie-Boho-Chics finden sich nach wie vor bei Boots und Taschen. „Bei uns ist alles ein bisschen rough und das passt auch ganz gut zu unserer wild & free-Attitüde“, erklärt Karin.

Vom Standort in der Taborstraße wurde den beiden im Vorfeld von Freunden und Bekannten mitunter abgeraten, zu weit entfernt schienen sie dort vom in Mariahilf, Neubau & Co vermuteten Zielpublikum. Doch davon ließen sich die beiden nicht abhalten, schließlich waren sie schon damals große Polditown-Fans. Karin wurde in der Leopoldstadt geboren und Leena wohnt mittlerweile auch schon seit mehreren Jahren auf der Insel zwischen Donau und Donaukanal. „Das Geschäft im zweiten Bezirk ist für uns einfach praktisch, vor allem mit den Kindern, die ebenfalls hier im Bezirk in den Kindergarten und in die Schule gehen. Wenn du ein Geschäft im siebenten Bezirk aufmachst, bist du gleich viel weniger flexibel und die Wege sind viel länger“, sagt Karin. Für Leena ist das Geschäft überhaupt gleich „die Fortsetzung des Wohnzimmers“. An Polditown schätzen sie die vielen Grünflächen, das funktionierende Zusammenspiel von unterschiedlichen Menschen und Kulturen sowie die abwechslungsreiche und mittlerweile ziemlich lebendige gastronomische Szene. „Gerade mit Kindern ist es hier perfekt, fast schon idyllisch“, gerät Leena ins Schwärmen. Wesentlich weniger idyllisch wird es – naturgemäß – bei der Lesung am morgigen Freitag (20. Mai 2016, 19 Uhr, Anmeldung unter lukas.pellmann@gmx.at) zugehen, wenn Lukas Pellmann aus dem zweiten Teil seines interaktiven Leopoldstadt-Krimis Hängende Spitze lesen wird. Und wer auf den Luv-Geschmack gekommen ist, kann die Lesung mit einem Einkauf im Rahmen des Fabulous Friday kombinieren, denn jeden Freitag gibt’s im Luv the shop zehn Prozent Ermäßigung.

get in contact: Luv the shop, Taborstraße 24, www.luvtheshop.com, Luv the shop auf Facebook, Luv the shop auf Instagram

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