Poldis Punschlocationtest

Denkt man an einen vorweihnachtlichen Christkindlmarkt, so kommen den meisten Wienerinnen und Wienern (auch jenen in der Leopoldstadt) Orte wie der Spittelberg, der Karlsplatz, Schönbrunn oder der Klassiker am Rathausplatz in den Sinn. An den zweiten Bezirk denkt dabei kaum jemand, was insofern nicht weiter verwunderlich ist, da es auf der Mazzesinsel keinen Christkindlmarkt im eigentlichen Sinn gibt. Trotzdem lässt es sich natürlich auch in Polditown gemütlich punschen.

Adria Wien
adria_wintermarktWo die Leopoldstädter im Sommer laue Abende am Donaukanal verbringen, lädt die Adria derzeit in den „Punschpalast“. Das zum Stadtstrand dazugehörige Glashaus wurde zu einer Punschhütte umfunktioniert, in der es sich – geschützt vor Wind und Wetter – gemütlich sitzen lässt. Wer sich auch im Winter lieber draußen aufhält, kann sich seine Hände an einer Feuertonne wärmen und dem vorbeifließenden Wasser des Donaukanals zuschauen.
Das kulinarische Angebot umfasst Kekse (man kann auch selbst backend Hand anlegen!) und ein überschaubares Punsch-/Glühweinsortiment. Verkostet wurde Pimm’s Hot Punsch (4,80), der ausgezeichnet gemundet hat. Da der Wind sich an diesem Abend ausnahmsweise zurückgehalten hatte, konnte man entspannt im Freien sitzen und der Feuertonne dabei zuhören, wie sie Holzscheite langsam, aber sicher zerkleinert. Weiters im Angebot: Glühwein (3,80), Hot Whiskey Punsch (4,80), ein alkoholfreier Apfel-Zimt-Punsch (2,80) sowie Rumtee (4,50). Neben Keksen und Flüssigem befindet sich im Glashaus auch eine Winterkleidungsbörse.
Salztorbrücke, U2/U4 Schottenring & Linie 1 Salztorbrücke (Werktags 16-22 Uhr, Sa/So/Feiertag 12-22Uhr), www.adriawien.at, Adria auf Facebook

Punscherei im Augarten
punschereiZu den traditionellen Punsch-Hotspots der Leopoldstadt zählt die Bunkerei im Augarten, die in der Vorweihnachtszeit traditionell zur „Punscherei“ wird. Früher im gemütlichen Hof gelegen, wurden Punschstand und Lagerfeuer in der Zwischenzeit auf die Augarten-Seite verlegt. Dort, wo sich im Sommer auch der Gastgarten befindet, ist zwar deutlich mehr Platz, doch dafür stellt sich durch die Zaunabsperrung in Richtung Augarten eine Art Zoo-Feeling ein. Trotz angenehmer Witterungsverhältnisse war am Abend des Besuches überraschend wenig los, selbst die sonst von Kindern und Eltern stark nachgefragten Plätze direkt am Lagerfeuer blieben großteils verwaist.
Die Veranstalter locken mit den üblichen Verdächtigen á la Punsch (3,80 Euro), Glühwein (3,80) und Crepes (2,40-3,60). Darüber hinaus gibt es mit Hot Mojito (5,80) und Zitronengrog (4,60) auch Spezialitäten, die man nicht bei jeder Punschhütte antreffen kann. Letzterer war bei der Verkostung sehr g’schmackig (weil nicht so süß). Auch die Gulaschsuppe war einwandfrei. In den ziemlich süßen Erdbeerpunsch hatte sich dagegen leider nur eine einzelne Erdbeere verirrt. Als besonderes Special können auch heuer wieder (große und kleine) Kinder Würstl und Marshmallows (jeweils 2 Euro) über dem Lagerfeuer selbst grillen.
Am zweiten und dritten Adventwochenende findet zusätzlich der „Kunst & Kram Weihnachtsmarkt im Bunker“ statt.
Obere Augartenstraße 1a, U2 Taborstraße & Linie 5B Obere Augartenstraße, Geöffnet bis 22. Dezember 2015 (Mo-Sa 16-22Uhr, So 14-22Uhr), www.bunkerei.at, Bunkerei/Punscherei auf Facebook

Wintermarkt am Riesenradplatz
wintermarkt_praterChristkindlmärkte öffnen in Wien traditionell im November ihre Pforten und schließen kurz vor Weihnachten. Nachdem die Hütten am und vor dem Riesenradplatz aber bis zum 6. Jänner 2016 zum Punschen und Einkaufen einladen, bezeichnen die Organisatoren diesen Event bewusst als Wintermarkt.
Der Platz vor dem Riesenrad verwandelt sich alljährlich in die größte Ansammlung an Punschhütten, die der zweite Bezirk zu bieten hat. Hier kommen Freundinnen und Freunde des klassischen Christkindlmarkt-Sortiments definitiv auf ihre Kosten. Spielzeug und Wollerzeugnisse werden genauso feilgeboten wie andere potenzielle Mitbringsel und Geschenke. Stände á la „Crepekuchl“ oder „Burgenland grüßt Wien“, „Heisse Ecke“ (z.B. Mangopunsch 3,80, Turbopunsch 5,50) sorgen für die passende kulinarische Begleitung. Dazu gibt’s angemessen kitschige Weihnachtsmusik aus Lautsprechern sowie an ausgewählten Abenden Livemusik.
Verkostet wurde am „Steirereck“ ein Zirbenpunsch (3,80), der in der Tat intensiv nach dem edlen Tannengehölz geschmeckt hat. Testperson 2 entschied sich am selben Stand für ein Bananenpunsch-Experiment (3,80). Dieser schmeckte jedoch weniger nach Banane als es der Geruch zuvor hatte erwarten lassen. Dafür gab es eine Schokobanane als Zugabe obendrauf.
Wer auf den Trubel größerer Christkindlmärkte aus ist, der ist am Riesenradplatz definitiv gut aufgehoben. Im Rahmenprogramm kann ein Besuch bei einem der wenigen auch im Winter geöffneten Fahrgeschäfte absolviert werden, wobei speziell die Gokart-Bahn vielleicht besser vor dem Punschgenuss in Angriff genommen werden sollte. Zu Silvester lockt die Location auch heuer wieder mit einem Feuerwerk.
Riesenradplatz, U1/U2 Praterstern, Geöffnet bis 6. Jänner 2016 (Mo-Fr 12-22 Uhr, Sa/So/Feiertag 11-22 Uhr, Heiligabend 10-16 Uhr, Silvester 12-2 Uhr), www.wintermarkt.at, Wintermarkt auf Facebook

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