#LeopoldstadtWählt (3/3): Astrid Rompolt, SPÖ

Im Vorfeld der Gemeinde- und Bezirksvertretungswahlen habe ich mich mit VertreterInnen der in der Leopoldstadt kandidierenden Parteien getroffen und über ihre Lieblingsplätze und Pläne für den Bezirk gesprochen. Aus der Reihe #LeopoldstadtWählt folgt heute der dritte und letzte Teil mit Astrid Rompolt (SPÖ).

Geboren wurde Astrid Rompolt in Ottakring. Aufgewachsen in der Donaustadt, lebte sie zwischenzeitlich in Floridsdorf, in der Inneren Stadt und in Neubau. Seit vierzehn Jahren wohnt die Listenzweite der Bezirks-SPÖ nun in der Leopoldstadt. „Zu schätzen gelernt habe ich den Zweiten am Mexikoplatz. Das war der erste Ort, an dem ich in der Leopoldstadt gewohnt habe. Mir taugt, dass der Platz so belebt ist. Die Leute, die unter den Bäumen Backgammon oder Schach spielen und die vielen spielenden Kinder. Das hat mir richtig gut gefallen“, blickt Rompolt zurück.

Astrid Rompolt beim Brunnen auf dem Messe-Vorplaz
Astrid Rompolt beim Brunnen auf dem Messe-Vorplaz

Einer ihrer Lieblingsplätze befindet sich einige hundert Meter weiter südlich: Der Vorplatz der Messe Wien. „Dieser Ort vereint sehr viel für mich. Ich wohne in der Vorgartenstraße. Die Messe ist ganz nah und trägt zum internationalen Flair des Bezirkes bei. Die Infrastruktur des neuen WU-Campus konnte ich für das Verfassen meiner Masterarbeit im Frühjahr nützen. Die U-Bahnstation ist eine ideale Verbindung ins Zentrum und an die Peripherie. Außerdem ist der Platz für mich das Tor in den Prater, wo ich oft laufen bin. Ich genieße den Schatten der vielen Bäume. Die Menschen, die sich hier aufhalten, fühlen sich sichtlich wohl“, sagt Rompolt. Und dann ist da noch dieser langgestreckte Brunnen, der an heißen Tagen Abkühlung bietet. „Ich arbeite im Bereich Wasserversorgung und habe daher täglich mit dem nassen Element zu tun. Brunnen tragen zu einem angenehmen Mikroklima bei, daher halte ich mich auch in der Freizeit gerne am Wasser auf.“ Ein Platz also wie gemacht für Astrid Rompolt.

Neben dem grünen Prater schätzt die Bezirkspolitikerin vor allem die Vielfalt in der Leopoldstadt. Sowohl was das Stadtbild betrifft, als auch was die Menschen, die hier wohnen, angeht. „Die jüdische Geschichte im zweiten Bezirk bewegt mich sehr. Und ich empfinde es als Bereicherung, dass wieder viele Jüdinnen und Juden hier leben. Heute ist das Nebeneinander der Kulturen Teil der pluralistischen Gesellschaft, in der wir uns bewegen und das ist gut so.“ Und auch mit der Verkehrsanbindung im zweiten Bezirk zeigt sich Rompolt sehr zufrieden: „Egal ob mit Öffis, Rad oder Auto, man kann sich seine persönlich passende Verkehrsroute individuell zusammenstellen.“ Rompolt selbst ist mittlerweile zur begeisterten CarSharing-Nutzerin geworden, „ich teile mir ein Auto mit einer Freundin, das funktioniert ausgezeichnet“. Die von der SPÖ-Politikerin so geschätzte Lebensqualität im zweiten Bezirk aufrecht zu erhalten und gleichzeitig leistbaren Wohnraum und dazugehörige Infrastruktur im neuen Stadtteil am Nordbahnhofgelände zu errichten, sei die zentrale Herausforderung im Bezirk.

Zufrieden zeigt sich Rompolt mit der nun für die Kaiserwiese getroffenen Vereinbarung, vor allem mit dem Umzug des Palazzo in den inneren Teil des Praters. „Prinzipiell finde ich die jetzt getroffene Lösung mit dem Sechzig-Tage-Limit für Veranstaltungen auf der Kaiserwiese gut. Die Beschwerden werden hoffentlich weniger, da die Nutzung der Wiese wieder jener entspricht, wie vor zwei Jahren. Aber der Prater ist nun mal ein Vergnügungsgebiet, da tut sich immer was.“

Auf ein Ziel für die Wahl am Sonntag will sich Rompolt nicht festlegen. Vor fünf Jahren erreichte die Bezirks-SPÖ 42,2 Prozent. „Idealerweise wollen wir zulegen. Und ich versuche gemeinsam mit vielen Freundinnen und Freunden einen Beitrag zu leisten.“ Sie hofft jedenfalls auf eine rege Wahlbeteiligung. „Für mich als Demokratin ist Wählen eine Pflicht. Wer nicht zur Wahl geht, überlässt es anderen, wie es mit dieser Stadt weitergeht.“

get in contact:
Website der SPÖ Leopoldstadt – Astrid Rompolt bei Facebook – SPÖ Leopoldstadt auf Instagram

Astrid Rompolts Lokaltipps:
Im Sommer der Burgenländer im Nordbahnviertel und im Prater die Kartoffelpuffer, die sie beim Schweizerhaus über die Gasse verkaufen. Ansonsten: Hasir (Mexikoplatz), Café Einfahrt am Karmelitermarkt, Briuni (kroatisch, „sehr guter Fisch und günstig“) und das Kaj in der Fugbachgasse („sehr guter Fisch, eigentlich ein Geheimtipp, den man nicht herumerzählen sollte“).

Polditowns beinhartes Leopoldstadt-Quiz:
1) Wie viele Einwohner hat die Leopoldstadt?
AR: Aktuell mindestens 103.000, die Leopoldstadt wächst ja ständig.
2) Wie hieß die Praterstraße vor ihrer Umbenennung im Jahr 1862?
AR: Jägerzeile
3) 1902 fand in der Leopoldstadt das erste Länderspiel einer österreichischen Fußball-Nationalmannschaft statt. Wo?
AR: Da kann ich nur raten. Auf dem Elektra-Platz?
4) Wo befand sich bis 1951 das berühmte Carltheater?
AR: Beim Nestroyplatz
5) Wie viele Waggons hängen am Riesenrad?
AR: Halb so viele wie es vor dem Zweiten Weltkrieg waren. Ich tippe auf achtzehn.

Ergebnis: 3 ½ von 5 Punkte. Die Fragen 1 (per 1. Jänner 2015 waren es 101.000 Einwohner), 2 und 4 wurden richtig beantwortet. Frage 3 ist falsch, das erste Länderspiel fand auf dem WAC-Platz im Prater statt. Und für Frage 5 wurde ein halber Punkt gewährt, da in der Tat nach dem Zweiten Weltkrieg die Anzahl der Waggons halbiert wurde. Die korrekte Antwort wäre jedoch 15 gewesen.

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