#CreativeLeopoldstadt (7): Astrid Grondinger, „Wortbastlerei“

Im Musical Mary Poppins kauft das gleichnamige Kindermädchen in einer „Gesprächsstoffhandlung“ Buchstaben und bildet damit das Wort „Supercalifragilisticexpialigetisch“. Als Astrid Grondinger diese Szene während einer Vorstellung im Ronacher sah, wurde ihr mit einem Schlag bewusst, dass auch sie mit ihrer Wortbastlerei in die Kategorie „Gesprächsstoffhandlung“ fällt. Denn Buchstaben lassen sich nicht nur im Film oder im Musical kaufen, man kann sie auch im echten Leben erwerben. Zumindest dann, wenn man im oder in der Nähe des zweiten Bezirks in Wien wohnt.

Wortbastlerei1Berufsbedingt, Astrid ist Lehrerin, hat sie sehr viel mit Kindern und Sprache zu tun. „In meinem Beruf geht es auch darum, dass Kinder ihre Sprache begreifen können. Dadurch ergab sich dann irgendwann die Idee, einzelne Buchstaben mit verschiedenen Motiven zu nähen“, erzählt Astrid. Die Buchstaben sollen Kinder und Erwachsene zur Beschäftigung mit Sprache anregen, die Freude am Lesen und Schreiben soll geweckt werden. Astrids Buchstaben eignen sich dafür ideal, denn durch die weiche Füllung können Kinder sogar mit ihnen kuscheln. Und dank der individuellen Gestaltungsmöglichkeiten ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Astrids Angebot reicht von kleinen Kuschelbuchstaben (ca. 15 Zentimeter), mit denen Kinder spielen und Wörter zusammenlegen können, über größere Buchstabenpolster bis hin zu Origamitüchern und sogar Sprechblasen. Auf Anfrage produziert Astrid auch Sonderanfertigungen oder mehrere Buchstaben im gleichen Design. Die meisten Buchstaben sind Recyclingprodukte, die aus gereinigten Kleidungsstücken hergestellt wurden (waschbar bei 30°C).

Wortbastlerei2Besonders spannend findet es Astrid, wenn Interessierte bei ihr mit eigenen Ideen vorstellig werden und das Design der späteren Produkte gemeinsam erarbeitet wird. Auch den Verkauf wickelt Astrid nur im direkten Kontakt mit den Kunden ab, Webshop gibt es keinen. „Mir ist der persönliche Kontakt zu meinen Kunden sehr wichtig, diese sollen auch ihre Wünsche einbringen können“, erzählt Astrid im Gespräch in ihrer Werkstatt. Mit dieser hat sie sich in der Glockengasse bei der KinderKutsche eingemietet. Unten werden Fahrräder mit Anhängern verkauft, im Obergeschoss rattert Astrids Nähmaschine.

Wer Interesse an einer individuellen Buchstabenkreation von Astrid hat, kann sich mit ihr via Website einen Termin in ihrer Werkstatt ausmachen. Zusätzlich gibt es auch immer wieder Veranstaltungen, bei denen Astrid ihre Buchstaben anbietet. So zum Beispiel bei der Popup-Messe am Vorgartenmarkt im vergangenen Sommer oder nun zu Schulbeginn, als sie ihre Buchstaben im Rahmen einer Buchvorstellung präsentierte. Wenn sie nicht gerade als Lehrerin arbeitet oder sich mit ihrer Wortbastlerei beschäftigt, verbringt Astrid ihre Zeit übrigens gerne bei der Praterfee im Prater, wo sich ihre Kinder auf den Trampolinen austoben können. Ein Ort, der sicher auch Mary Poppins gefallen würde.

get in contact:
www.wortbastlerei.com – Die Wortbastlerei bei Facebook

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